• LARP

    Veröffentlicht am Sonntag, 24. Februar 2013

    von Jutta Schützdeller

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    Unterwegs auf der Seidenstraße – Gianina, mia Cara!

    Tag zusammen, buon giorno, as salam aleikum, Nǐmenhǎo !

    Oh ich bin ja so aufgeregt!

    Da ist das Buchprojekt mit Katzenkrimi-Legende Akif Pirincci gerade irgendwie mal abgeschlossen, da bläst mir der Orm schon das nächste Projekt vor die Füße.

    Ehrlich, ich hab’s so gar nicht geplant. Nach der anstrengenden Schreibphase von SLAM hätte man meinen können, es sei erst einmal die Luft raus, aber ich muss feststellen, dass genau das Gegenteil der Fall war. Kaum im neuen Jahr angekommen, ploppte in meinem Kopf eine Idee auf, die ich so einfach nicht ignorieren konnte. Künstlerische Erschöpfung ignorierend dachte ich eine zeitlang unentwegt drauf rum und merkte, wie meine Finger zu zucken begannen, sobald sie in die Nähe einer Tastatur kamen. Spätestens als ich mich bei der Recherche erwischte wusste ich, dass es Essig ist mit irgendwelchen Pausen. Wenn da eine Geschichte erzählt werden will, pfeift sie auf jedwedes pseudokünstlerisches Schnickschnack, dann will sie raus.

    Jetzt schreibe ich wieder – und das ist sicherlich mit ein Grund dafür, dass es hier in der letzten Zeit wirklich, wirklich still geworden ist. Wenn’s läuft, liefere ich zwischen zehn und zwanzig Seiten pro Tag ins Manuskript, da bleibt nicht viel Platz für den Blog, leider.

    Heute ist allerdings ein Tag, da MUSS ich Ihnen einfach davon erzählen und wie bei jeder guten Schwangerschaft wartet man ja auch erst mal ein paar Wochen ab, bis man die ganze Verwandschaft in Aufruhr versetzt. Aber heute ist es dann endlich soweit. Es ist ein Mädchen, und sie ist blond. Und wie…

    Gianina – Ein Geschenk für den Khan erwacht gerade zum Leben und sie hat zwei Mütter. Simone van de Paß ist eine liebe, talentierte, schreibsüchtige (wie sie gerade feststellt) Kollegin, die ich gebeten habe, an diesem Projekt mitzuwirken.

    Worum geht es eigentlich?

    Gianina ist eine schon recht reife 15 Jährige, die im Venedig des 13. Jahrhunderts lebt, genauer gesagt 1271 im Haus von Giacomo, wo ihre Mutter als Hure arbeitet. Diesem Umstand ist die Tatsache geschuldet, dass Gianina ziemlich abgeklärt ist und sich nur wenige Hoffnungen über ihren weiteren Lebensweg macht, von ein paar Mädchenträumen abgesehen.

    Dann kommt Giacomo hinter das bis zu diesem Zeitpunkt von Mutter und “Tanten” aus dem Hurenhaus gut gehüteten Geheimnis. Gianina ist zu einer schönen, jungen Frau gereift. Nachdem der Hurenwirt das erkannt hat ist klar: Er wird ihre Jungfräulichkeit meistbietend verkaufen, bevor das Mädchen ihren “normalen” Dienst in seinem Haus antritt.

    Gianina hat Glück im Unglück, die Käufer ihrer Unschuld sind die Gebrüder Maffeo und Niccoló Polo, die sie für ihren Sohn, respektive Neffen Marco erstehen. Selbiger soll mit ihnen in Kürze eine lange Reise machen und vorher soll er doch bitte zum Manne werden.

    Logisch, dass sich die schöne Gianina und Marco ineinander verlieben, Marcos Abreise wirft allerdings einen Schatten auf das junge Glück.

    Maffeo und Niccoló, die bereits einmal an Kublai Khans Hof zu Gast waren, wissen um dessen Vorliebe für Frauen mit blonden Haaren und weil Gianina über eine beeindruckend lange, goldene Flut an Haaren verfügt bieten sie ihr einen Handel an, den sie nur schwer ablehnen kann: Sie kaufen Gianinas Mutter von Giacomo frei und geben ihr eine lebenslange Anstellung in ihrem Haushalt, im Gegenzug begleitet Gianina die Polos nach China zum Khan, dem sie als Geschenk überreicht werden soll.

    So weit, so gut. Dass sich aus so einer Konstellation einiges an Irrungen und Wirrungen ergibt, ist vorauszusehen. Zudem ist Gianina kein Kind von Traurigkeit, also wird sie die Reise auf ihre ganz eigene Art erleben.

    Und nun sind Simone van de Paß und ich auf dem Weg nach China. Jeden Tag aufs Neue beeindruckt vom Mut der Polos, sich mitten in den Kreuzzügen auf die abenteuerliche Reise ins Reich der Mitte zu machen – durch Länder, von denen es noch keine Karte gab, dem Herrscher eines Volkes entgegen, dass bald schon vor den Toren Wiens stehen sollte und überall dort, wo es hinkam, Angst und Schrecken verbreitete. Wir studieren Karten, recherchieren Sprache, Kultur und Menschen der Länder, die wir bereisen, rüsten uns gegen Wind und Wetter und haben sogar virtuell reiten gelernt. Gianina zu schreiben ist ungeheuer spannend und die größte Herausforderung, die ich schriftstellerisch angenommen habe – und das sage ich schon so kurze Zeit nachdem ich SLAM beendet habe.

    Ich liebe dieses Buch schon jetzt. Wenn Sie ein bisschen mitreisen möchten und sich für das interessieren, was Gianina und Marco unterwegs so erleben, dann folgen sie uns auf Facebook!   http://www.facebook.com/buch.gianina Wir freuen uns über jedes neue Mitglied in unserer Reisegesellschaft!

    In diesem Sinne

    Ihre Jutta Schützdeller





    Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am Sonntag, 24. Februar 2013 um 16:25 in der Kategorie LARP. Kommentare zu diesem Beitrag können Sie lesen über den RSS 2.0 feed. Sie können hier kommentieren, oder einen trackback von Ihrer Website setzen.
  • 2 Kommentare

    1. Gianina
      Dienstag, 16. April 2013

      Liebe Frau Schützdeller,
      ich heiße auch Gianina und wurde sofort aufmerksam, als ich diesen buch namen sah – gibt es doch sonst leider so gut wie nichts mit meinen namen… Ich habe rein gelesen worum es geht und bin begeistert – tolle Handlung! weil ich mich auch so für die alte geschichte interessiere und jetzt auch noch mit meinen namen <':
      sobald es erscheint, werde ich es mir kaufen! (:
      Liebe Grüße!

    2. Mittwoch, 11. Juni 2014

      Das finde ich schon sehr bemerkenswert.

      Man könnte meinen, dass die Autorinnen selbst und höchstpersönlich die Protagonistin GIANINA gekannt haben und sie bei ihren Erlebnissen begleitet haben. Nun, diese subjektive Wahrnehmung fällt allerdings aus, schließlich sprechen wir hier über das 13. Jahrhundert.

      Man fühlt sich als Leser ständig real in die gerade beschriebene Situation hineinversetzt.
      Geräusche und Gerüche, Stimmen und Klima, Orte und Situationen sowie selbstredend die beteiligten Personen werden dem Leser gewissermaßen in einem literarisch multidimensionalen Verfahren in dessen Bewusstsein geführt. Man betrachtet nicht von außen, sondern befindet sich mittendrin. Wunderbar!

      Ich bin noch nie für einen derartigen Preis so weit gereist…….

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