• Wir sagen Euch an… ein Rückvorblick

    Ein Blick aus dem Fenster zeigt, dass wir uns dem Ende des Jahres nähern… endlich Schnee!

    Was für den Einen einer Katastrophe gleichkommt, weil er auf die Befahrbarkeit von Straßen und Autobahnen angewiesen ist, macht mir ungeheure Freude, ich liebe diese Jahreszeit, vor allem, wenn sie mit Schnee und Eis daherkommt und sich nicht mit Regen und Temperaturen zwischen 3 und 6 Grad unbeliebt macht.

    Diese Zeit ist angetan, einmal zurück zu blicken auf das vergangene Jahr, zu resümieren und zu analysieren, was gut und was weniger  gut gelaufen ist. Aus der Sicht der Mendiger Kommunalpolitik ist Einiges zu sagen, eine Menge Dinge haben sich ereignet und wenn Sie mögen, schauen wir gemeinsam zurück auf das fast vollendete Jahr:

    Im ersten halben Jahr bekam ich als Beigeordnete nicht allzuviel mit von dem, was sich im Rathaus abspielte, weil sich meine Informationen auf das beschränkten, was mir im Rahmen von Beigeordnetengesprächen erzählt wurde… und das ist in der Regel nur die Spitze vom Eisberg, die wichtigsten Fragen,  vor allem die, bei denen man im Rat meine Unterstützung braucht, also meine Hand, die sich an der geeigneten Stelle hebt.

    Das änderte sich als es nötig wurde, die Arbeit im Rathaus auf mehrere Schultern zu verteilen.

    Nun ist das in unserer Konstellation kein allzu großes Problem, denn die Beigeordneten, zumindest Bibiana Koch-Mittler und ich sind in der glücklichen Lage,  sehr flexibel zu sein, und “Schichten” zu übernehmen, wenn es nötig ist.

    Und so begannen zwei Monate im Rathaus, die mir große Freude machten und in denen ich viele Dinge in Bewegung setzen konnte.

    Eines davon war und ist die Frage nach den Sprengungen in Mendig, die vielen Anwohnern große Sorgen machten. In den vergangenen Jahren war viel geredet und diskutiert worden, aber so wirklich voran ging es nicht. Meine Kollegin Bibiana und ich arbeiteten uns in das Thema ein und standen den Anwohnern fortan zur Seite. Auf unseren Vorschlag hin wurde ein Anwalt eingeschaltet, der seither die Stadt Mendig im “Kampf” gegen die Zerstörung des Untergrundes unterstützt, wir führten Gespräche mit den Mitarbeitern und dem Leiter des Bergamtes, saßen am runden Tisch und lernten bei unseren Recherchen einen wertvollen Menschen kennen, Dr. Kiefer vom NABU, von dem wir mittlerweile unglaublich viele Dinge lernen konnten. Inzwischen wissen wir, wie viele Fledermäuse es unter Tage gibt und wie spannend “Mendigs Unterwelt” sein kann, wenn man das Leben der kleinen Flattermänner mit einbezieht. Wir hoffen, dass wir noch viel voneinander lernen können und ich hoffe, dass wir ihn zukünftig mehr einbinden können, der Mann hat nämlich wirklich ne Menge Ahnung von dem, was sich da unten tut!

    Nun kann man sagen, dass unsere Bemühungen Früchte getragen haben, weil die Sprengungen inzwischen eingestellt wurden – zumindest für den Winter. Das Landesamt hat dem Unternehmer aufgetragen, doch mal nachzuschauen, ob es nicht noch alternative Abbaumethoden gibt…  eine vollkommen innovative Idee, erinnere ich mich doch daran, dass wir bereits im Januar öffentlich darüber sprachen…

    Aber egal, Hauptsache, man denkt jetzt darüber nach, wenn man die behördliche Aufforderung dafür haben muss, bitte sehr, ich freue mich einfach, dass jetzt mal kurzzeitig Ruhe ist.

    Was jetzt nicht heisst, dass ich mich entspannt zurücklehne, ich bin nach wie vor im Alarmzustand, denn die Schäden, die sich mittlerweile unter Tage ergeben haben, sind ja nicht weg, nur weil keiner mehr am Gebälk rappelt. Auch hierfür muss eine Lösung gefunden werden und ich werde nicht locker lassen (und meine Kollegin sicherlich auch nicht), bis wir die Verursacher der Schäden mit im Boot haben, denn da kommt gewaltig was auf uns zu.

    Ob es nun Bäume waren, die man fällen lassen wollte oder eine Klimaanlage, die sich als zu klein dimensioniert zeigte, ob es der Verkauf der Bundeswehrliegenschaften in der Dammstraße war oder die Organsiation des Nikolausmarktes, ich hatte riesengroßen Spaß und freute mich, dass ich nun aktiv etwas mitbewegen konnte.

    Ich freue mich auf das kommende Jahr, denn es gibt eine Reihe von Dingen, die spannend werden dürften. Da wird zunächst einmal der Haushalt des kommenden Jahres sein, ich weiss jetzt schon, dass er sicherlich keinen Anlass zu Freudentaumel geben wird. Für das größte Defizit können wir nichts, denn das bescheren uns die Gesetzesvorgaben von Land und Bund, aber beim Rest werde ich genau hinsehen, bevor ich meine Hand zustimmend erhebe.

    Dann wird uns die Frage nach dem Neubau des Kindergartens beschäftigen. Da sind wir ja von unserer Seite schon relativ weit, jetzt muss nur noch eine Einigung mit der Kirche gefunden werden, was den Betrieb und das Grundstück angeht, und da hat das Bistum zuweilen “himmlische” Vorstellungen, was die Stadt tun soll. An dieser Stelle wird es noch großen Verhandlungsbedarf geben, ich hoffe, dass Kollege Schneider, der sich als interner “Sozialminister” versteht, da einen geraden Rücken behält.

    Im kommenden Jahr werden wir uns weiter mit dem Rechtsstreit um die Ansiedlung von 8 Einzelhändlern an der A 61 befassen und auch wenn es einige Stimmen gibt, die der Ansicht sind, diese Ansiedlung käme dem Untergang des Abendlandes gleich bin ich doch nach wie vor der Auffassung, dass es eine Chance für Mendig bedeuten würde, wenn die Geschäfte tatsächlich kämen. Angesichts der maroden Kommunalfinanzen können wir jeden Cent und jeden Arbeitsplatz gebrauchen, den es dort oben geben kann, selbst wenn, und ich betone das ausdrücklich, selbst wenn es ein 400 Euro Job ist.

    Die Städtepartnerschaft zwischen Mendig und Yerres geht ins 41 Jahr, Grund genug, im kommenden Jahr zu feiern. Derzeit sind wir bereits bei den ersten Planungen und Bibiana Koch-Mittler und Frau Schützdeller haben sich als Organisatorinnen angeboten.

    Wir werden sehen…

    Sie sehen, ich bin nach wie vor mit Eifer dabei und lasse mich auch von kleinen Eifersüchteleien nicht aus der Ruhe bringen, ich freue mich auf ein neues Jahr mit Ihnen – in der Stadt beim Bäcker, in der Brauerstraße, beim Karneval… oder eben hier, auf der Seite, wo ich Sie auf dem Laufenden halten werde.

    Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien ein wunderschönes Weihnachtsfest, wünsche Ihnen Gesundheit und Freude, ein paar Tage Zeit um wieder “runter zu kommen” und dann feiern wir in das neue Jahr, für das ich Ihnen ebenfalls alles Gute und Liebe, Gesundheit und Glück wünsche!

    In diesem Sinne

    Frohe Weihnachten -  Happy Christmas – Joeux Noel – Feliz Navidad

    … oder wie auch immer ^^

    Ihre

    Jutta Schützdeller

    image by Maria Reinfeld – pixelio.de





    Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am Sonntag, 19. Dezember 2010 um 12:02 in der Kategorie Filme, Bücher, Politik. Kommentare zu diesem Beitrag können Sie lesen über den RSS 2.0 feed. Sie können hier kommentieren, oder einen trackback von Ihrer Website setzen.
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