• Wenn es nicht so tragisch wäre, könnten einem die Sozialdemokraten im Land Rheinland-Pfalz ja fast leid tun.

    Ein bißchen erinnern mich die Genossen an ein Unternehmen, das dringend ein neues Produkt auf den Markt bringen will, weil die Umsätze schwinden und der freie Flug in die wirtschaftliche Bedeutungslosigkeit droht. Da setzt man sich zusammen und “Brainstormed” mal ein wenig rum, diskutiert und fabuliert, anschließend sortiert und analysiert man die Ergebnisse und dann trennt man die Spreu vom Weizen, entscheidet sich für eine Maßnahme, ein Produkt, das den Laden aus der Krise führen, die Sache wieder geradebiegen soll.

    So geschah es wohl auch in den Reihen der rheinland-pfälzischen Genossen. Leider war der Ideenreichtum nicht so überbordend, als das es zu einer “völlig neuen” Idee gereicht hätte, macht aber nix, man kann sich ja auch irgendwie an den Vorschlägen und Einfällen der Konkurrenz entlanghangeln. Ein bißchen modifiziert, eine neue Umverpackung und schwups! Schon haben wir es, das neue, heilsbringende Produkt!

    Das ist die Stelle, an der dann die “Denker” zum Einsatz kommen sollten, die mit Sachverstand und einem gerüttelt Maß an Realitätssinn die Idee noch mal unter die Lupe nehmen und auf Herz und Nieren, vor allem auf Durchführbarkeit und Effizienz überprüfen.

    Hmm… irgendwie hat es bei diesem Prozessschritt gehakt… oder vielleicht waren die “Experten” der Sozialdemokraten gerade anderweitig beschäftigt, vielleicht bei der Neustrukturierung des Nürburgring-Projektes… Auf jeden Fall ist aus einer guten, durchdachten Idee der Liberalen eine Sache geworden, bei der die Genossen im Land mal wieder nur bis zum berüchtigten Tellerrand geblickt haben…. Untertasse, wohlgemerkt.

    Die Schulbuchausleihe. Aha. Nun kaufen wir die Bücher also nicht mehr, nun leihen wir sie aus. Ok?  Wenn nach Ablauf der Lernzeit das Buch zu sehr “geliebt” wurde und deswegen ganz viele “Tatoos” hat, dann muss es bezahlt werden, ansonsten geht es zurück in den Bestand und ein weiterer rheinland-pfälzischer Hoffnungsträger kann es nutzen. Hab ich verstanden, aber was bringt das? Aha, es ist günstiger für den Einzelnen. Sicher. Sozial schwache Familien. Natürlich.

    Was machen die Genossen im Land, wenn sie eine ihrer “epochalen” Ideen haben? Sie bauen einen administrativen Alptraum drumherum. Registrieren, organisieren, kartografieren, bibliografieren, kalkulieren…. alleine etwa 3,7 Millionen Euro fließen jährlich in die “Verwaltung” dieser Ausleihe. An Schulen und anderen Bildungseinrichtungen müssen Hard- und Software angeschafft werden, hierfür kalkulieren wir mal locker 2,5 Millionen Euro.

    Ob das viel Geld ist? Ach watt…Puff, weg, kein Thema, Verhaltensmuster sind durchgängig, das können wir an anderer Stelle sogar noch viel besser!

    Am Ende hat niemand so wirklich und keiner so recht was davon, nun also erst einmal eine Pilotphase, in der die weiterführenden Schulen bedacht werden, wenn die das Ganze dann durchgestanden haben, lassen wir unserer gnadenlose Idee auch auf die Kleinsten los…

    Neee Leute…. Denkt mal nach. Ist eine Idee schlecht, nur weil die Liberalen sie hatten (auch wenn man sich derzeit so herrlich auf sie eingeschossen hat und möglicherweise das miese Wetter auch auf ihr Konto geht)?

    Muss man dran “rumdoktoren”, verschlimmbessern, suboptimieren?

    Die Idee der Liberalen in Rheinland-Pfalz ist gut, durchdacht, durchführbar, gleicht nicht einem logistischen Alptraum und kommt denjenigen zu Gute, die wir dringend im Blick haben sollten: Die Kinder, Lernen, Studierenden, unsere klugen Köpfe, die von morgen.

    Ich empfehle dringend die Lektüre (auch zum Ausleihen…) des Wahlprogrammes der FDP RLP….

    Image by Pixelio.de





    Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am Dienstag, 16. März 2010 um 07:55 in der Kategorie LARP. Kommentare zu diesem Beitrag können Sie lesen über den RSS 2.0 feed. Sie können hier kommentieren, oder einen trackback von Ihrer Website setzen.
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